Für die meisten Hobby-Verkäufer ist Etsy der beste Start bei Geschenken und Nischenprodukten, Kleinanzeigen bei großen oder lokalen Stücken und eBay bei nützlichen Teilen mit klarem Suchbegriff. Ein eigener Shop lohnt sich meist erst, wenn du schon Kunden hast. Das ist unsere Einschätzung und keine Regel. Starte mit einem Kanal, miss ein paar Wochen und erweitere dann.
Wichtig vorab: Dein rechtlicher Status hängt nicht vom Kanal ab. Wer gewerblich verkauft, ist überall gewerblich.
Der Vergleich
| Kanal | Gut für | Laufende Kosten | Rechtlicher Aufwand |
|---|---|---|---|
| Etsy | Geschenke, Personalisiertes, Nischen | Prozente pro Verkauf plus Einstellgebühr | Mittel, viele Angaben im Shop Manager |
| Kleinanzeigen | Lokal, Abholung, große Drucke | Wenige Gratis-Anzeigen, danach pro Anzeige | Mittel, Impressum nötig |
| eBay | Ersatzteile, Zubehör | Prozente plus Fixbetrag | Mittel |
| Eigener Shop | Stammkunden, eigene Marke | Abhängig von Shopsystem und Zahlungsanbieter | Hoch, alles liegt bei dir |
Etsy
Etsy kostet laut Etsy Help 0,20 US-Dollar pro Listing, auch ohne Verkauf, und 6,5 Prozent auf die Bestellung inklusive Versand. Dazu kommen für Bankkonten in Deutschland 4 Prozent plus 0,30 Euro für Etsy Payments. Werbung kostet extra. Für Bestellungen über Offsite Ads zahlst du 15 Prozent. Unter 10.000 US-Dollar Umsatz in 365 Tagen kannst du dich abmelden, ab dieser Grenze sind es 12 Prozent und die Teilnahme ist Pflicht.
Der große Vorteil ist die Nachfrage: Käufer suchen dort gezielt nach Geschenken und Selbstgemachtem. Für 3D-Drucke nach eigenen Designs ist die Plattform offen. Fremde Dateien sind laut TCT auch mit kommerzieller Lizenz ausgeschlossen. Artikel dürfen laut Etsy auch mit computergesteuerten Werkzeugen wie einem 3D-Drucker entstehen. Reselling als Handmade ist aber nicht erlaubt, also ein Artikel, an dessen Entwurf oder Herstellung du nicht beteiligt warst. Mehr dazu in den Etsy-Regeln.
Bei Etsy trägst du außerdem deine Registrierungsnummer für Verpackungen ein. Rechne bei der Umsatzsteuer auf die Gebühren nach, wenn du Kleinunternehmer bist.
Kleinanzeigen
Kleinanzeigen ist die günstigste Art, lokal zu testen. Für gewerbliche Nutzer gilt seit dem 1. September 2026 laut Kleinanzeigen: zwei kostenlose Anzeigen bei Waren innerhalb von 30 Tagen, jede weitere 3,49 bis 4,49 Euro inklusive Mehrwertsteuer, Laufzeit 30 Tage.
Die Trennung ist streng. Private und gewerbliche Nutzung müssen getrennt sein, und ein privates Konto lässt sich nicht umstellen. Du brauchst also ein eigenes gewerbliches Konto mit anderer E-Mail-Adresse. Ein PRO-Paket verlangt ein Impressum. Regelmäßige Verkäufe gleichartiger Neuware sind dort ein Anhaltspunkt für gewerbliches Handeln.
Geeignet sind sperrige Stücke und alles, was du gern persönlich übergibst, zum Beispiel Wandregale. Für kleine Artikel fehlt oft die Reichweite.
eBay
Gewerbliche Verkäufer zahlen laut eBay ohne Shop 0,35 Euro je Festpreisangebot. Dazu kommen eine Verkaufsprovision und 0,35 Euro je Bestellung, bei Bestellungen über 10 Euro 0,45 Euro. Der Basis-Shop kostet 39,95 Euro im Monat. Alle Angaben verstehen sich ohne Mehrwertsteuer.
Die Provision wurde zum 1. Juli 2026 geändert. Seitdem gelten zum Beispiel 14 Prozent für Möbel und Wohnen sowie Bastel- und Künstlerbedarf, 13 Prozent für Garten und Terrasse sowie Heimwerker. Prüfe deine genaue Kategorie, bevor du kalkulierst.
Gut läuft eBay nach unserer Einschätzung dort, wo jemand ein bestimmtes Teil sucht, etwa Ersatzteile. Achte bei Marken auf die Regeln für Zubehör im Ratgeber zu Urheberrecht und Marken.
Eigener Shop
Im eigenen Shop gehören Kundendaten und Marke dir, und du bist frei bei der Gestaltung. Dafür bringt dir niemand Besucher, das ist die Hauptaufgabe. Außerdem musst du die rechtlichen Punkte selbst umsetzen, von Impressum und Datenschutz bis zur elektronischen Widerrufsfunktion.
Sinnvoll wird er, wenn Kunden wiederkommen, du eine Reichweite aus Social Media mitbringst oder die Plattformgebühren dir spürbar Marge nehmen.
Rechenbeispiel: 25 Euro Bestellung
So sehen die Kosten bei einer Bestellung über 25 Euro inklusive Versand aus. Die Zahlen sind vereinfacht und ohne Werbung gerechnet.
| Kanal | Rechnung | Kosten |
|---|---|---|
| Etsy | 6,5 Prozent (1,63 Euro) plus 4 Prozent und 0,30 Euro (1,30 Euro) | 2,93 Euro plus 0,20 US-Dollar Einstellgebühr |
| eBay ohne Shop, 14 Prozent | 3,50 Euro Provision plus 0,45 Euro plus 0,35 Euro Angebot | 4,30 Euro ohne Mehrwertsteuer |
| Kleinanzeigen, Gratis-Anzeige | Keine Plattformgebühr | 0 Euro, aber wenig Reichweite |
Bei Kleinunternehmern zählt die Mehrwertsteuer auf Gebühren als Kosten. Dein eigenes Produkt rechnest du am besten im Rechner durch, Preise und Konkurrenz zu vielen Produkten stehen in den Produkt-Scores. Wie du Preise festlegst, steht in 3D-Drucke kalkulieren.
Worauf du auf allen Kanälen achten solltest
- Steuermeldung: Plattformen melden Verkäufer ans Bundeszentralamt für Steuern. Ausgenommen ist nach § 4 PStTG, wer auf einer Plattform weniger als 30 Verkäufe und weniger als 2.000 Euro erreicht.
- Impressum: Die Pflicht gilt laut IHK Stuttgart auch auf Verkaufsplattformen.
- Widerruf: Er gilt auch auf Marktplätzen, die Technik liefert der Betreiber. Laut eRecht24 haftest du trotzdem, wenn sie fehlt.
- Gewährleistung: Die EU-Mitteilung ist laut Händlerbund auch auf Marktplätzen deine Aufgabe.
- Produktsicherheit: Die GPSR-Angaben gehören auch dort ins Listing.
Die Reihenfolge für den Start steht im Überblick 3D-Drucke verkaufen in Deutschland.
Das hier ist eine allgemeine Information und keine Rechts- oder Steuerberatung, prüfe deinen eigenen Fall bitte mit deiner IHK oder einem Steuerberater.
Schätzungen stammen von uns, sofern keine Quelle verlinkt ist. Dieser Ratgeber wurde mit KI erstellt. Er ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.
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